Was gilt in Europa und im Vereinigten Königreich?
Kurze Antwort: Die EU-DSGVO und die UK-DSGVO, die sich eng aneinander orientieren. Die praktischen Kontrollen sind identisch; die Hauptabweichung besteht darin, welches Instrument internationale Übermittlungen regelt – die EU-Standardvertragsklauseln (SCCs) gegenüber dem britischen IDTA oder Addendum.
Die beiden Regelwerke
| EU-DSGVO | UK-DSGVO + DPA 2018 | |
|---|---|---|
| Aufsichtsbehörde | Nationale Datenschutzbehörden / EDPB | Information Commissioner's Office (ICO) |
| Übermittlungsinstrument | EU-Standardvertragsklauseln | International Data Transfer Agreement, oder UK Addendum zu den EU-SCCs |
| Grundsätze, Rechtsgrundlagen, Pflichten der Verarbeiter | Weitgehend identisch | Weitgehend identisch |
Was das in der Praxis bedeutet
Organisationen, die in beiden Regelwerken tätig sind, müssen beide erfüllen, aber die zugrunde liegenden Kontrollen überschneiden sich fast vollständig. Für ein Regelwerk durchgeführte Anbieterbewertungen lassen sich auf das andere übertragen, wobei lediglich das Übermittlungsinstrument ausgetauscht wird.
Warum die anderen Regelwerke in diesem Buch hier ebenfalls von Bedeutung sind
Die DSGVO ist die Vorlage, an der sich die meisten neueren Datenschutzgesetze weltweit orientieren. Bahrain und Oman bilden sie eng nach; Kenia, Nigeria und Südafrika übernehmen ihre Struktur. Arbeit, die zur Erfüllung der DSGVO geleistet wird, ist anderswo selten vergeblich – deshalb bewerten Organisationen, die in mehreren dieser Märkte tätig sind, Anbieter in der Regel anhand des strengsten anwendbaren Regelwerks statt jedes einzeln.
Länderspezifische Details finden Sie in den Country Compliance Guides.